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Schulverwaltung: Überlastet und Unterbezahlt

Der Zentralausschuss hat im Jahr 2007 eine Befragung des gesamten Verwaltungspersonals im nachgeordneten Bereich des BMUKK durchgeführt. Nach der Veröffentlichung eines Gesamtüberblicks präsentieren wir diesmal die Ergebnisse der Befragung der "Schulverwaltung". Neben den Berufsgruppen der Laborantinnen/Laboranten, Professionistinnen/Professionisten, Portieren, ... besteht diese Gruppe im Wesentlichen aus Bediensteten der Schulsekretariate.

Was wir schon immer gewusst haben, wurde durch die Umfrage des Zentralausschusses klar aufgezeigt.

Schulautonomie und Modernisierung führten zu neuen Herausforderungen. Das pädagogische Angebot wurde laufend komplexer, die Administration immer aufwändiger. Dem gegenüber stehen Sparmaßnahmen, die eine bessere Personalausstattung bislang verhindert haben. In Verhandlungen mit dem BMUKK ist es uns zwar gelungen, die Schulverwaltung dort von Einsparungen auszunehmen, wo der Ausstattungsschlüssel erfüllt wird. Noch immer aber gibt es zahlreiche Schulen mit Unterbesetzungen!

Leistungsdruck und Arbeitsumfang steigen!

Die erste Frage beschäftigt sich mit Veränderungen im Bereich Leistungsdruck und Arbeitsumfang:

Wenn Sie einige Jahre zurückschauen ...

Besonders schlimm stellt sich die Situation im Bereich der Sekretariate der AHS dar. Hier sind 53,9 % der Meinung, dass sich Arbeitsumfang und Arbeitsaufwand verschlechtert haben, während das Ergebnis der gesamten Schulverwaltung hier bei 33,2 % liegt. Der Grund dafür ist wohl darin zu suchen, dass sich vor allem bei den AHS kleine Schulen mit geringer Personalausstattung finden. Ressourcenverteilungen gestalten sich schwierig, Kolleginnen und Kollegen "bei denen man sich ausweinen kann" fehlen häufig.

Nicht nur der Arbeitsumfang sondern auch der Leistungsdruck (die zeitliche Komponente in der Arbeitsbelastung) ist gestiegen:

Erholungsurlaub nur in den Ferien?

Auch bei der Möglichkeit, Erholungsurlaub außerhalb der Ferien zu konsumieren, sind AHS-Schulsekretariate offensichtlich benachteiligt. Immerhin geben 37,5 % an, niemals außerhalb der Ferien Urlaub konsumieren zu können.

Bessere Bezahlung gefordert!

Dass die Summe der Belastungen auch dazu führt, dass 27,3 % der Bediensteten in AHS-Sekretariaten der Meinung sind, ihre finanzielle Situation hätte sich verschlechtert, ist nur verständlich. Dieser Prozentsatz deckt sich mit dem Ergebnis der gesamten Schulverwaltung. Von zehn zur Wahl gestellten Verbesserungsmöglichkeiten wünschen sich 37,7 % ein höheres Einkommen.


Realität vs Arbeitsplatzbeschreibung

Die Arbeitsplatzbeschreibungen, die zu unserer Überraschung in der Schulverwaltung gut bekannt sind, decken sich bedauerlicherweise nicht mit den tatsächlichen Tätigkeiten. Nachstehende Tabelle macht deutlich, wie wichtig es ist, Direktorinnen und Direktoren auf die Arbeitsplatzbeschreibung hinzuweisen bzw. die Arbeitsplatzbeschreibung laufend anzupassen.

Kaum Mitarbeitergespräche!

Leider führen zwei Drittel der Schulleiterinnen und Schulleiter kein Mitarbeitergespräch:

Der Anteil der korrekt geführten Mitarbeitergespräche (mit schriftlicher Zielvereinbarung) liegt bei nur 22,8 %!

Seitens Frau Bundesministerin Dr. Schmied wurde uns bereits Anfang April zugesichert, dass Schulleiterinnen und Schulleiter künftig angehalten werden Mitarbeitergespräche zu führen.


Verbesserungen im Bereich der Schulungen!

Die Bereiche, die man unter Infrastruktur zusammenfassen kann, wie Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten und Ausstattung des Arbeitsplatzes, werden allgemein als Verbesserung gesehen.

Gemeinsam haben wir einiges erreicht. Wir werden nicht müde weiter darauf zu drängen, dass Mitarbeitergespräche regelmäßig und flächendeckend durchgeführt werden.

Im Hinblick auf die Arbeitsplatzbeschreibung und die damit verbundene Neubewertung der Schulsekretariate an AHS, HAK/HAS und BAKiP wurde unsere Geduld aufs Äußerste strapaziert. Wir haben in den letzten Tagen wieder zahlreiche Gespräche geführt und verlangt, dass eine Besserbewertung noch heuer fixiert wird.

Wenn unsere Gespräche nicht zum Erfolg führen, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulsekretariate künftig wohl nicht mehr bereit sein, Tätigkeiten, die über die Arbeitsplatzbeschreibung und ihre Dienstzeit hinausgehen, zu verrichten.